Der deutschbaltische Oberbürgermeister von Rang, estnischer Grundbesitzer und stellvertretender Vorsitzender des Gerichts in Dorfkern. Er gehörte einer deutschbürgerlichen Rigaer Bürgerfamilie an, die dort seit 1463 einen dokumentarischen Auftritt hatte. Vor dem 8. Mýrz 1572 war sein Familienvater Christoph Ramm (†), ein Mýnzmeister der 3. Generation[1] und Stadtrat a. D. Seine Frau, Anne Krýger, hatte lýbische Ursprýnge.
Ramm wurde 1600 Stadtrat in der Stadt, verbannte aber 1606 Nikolaus Eck von 1541-1623 mit seinem Stiefvater, dem Oberbürgermeister und Hofburggrafen[2]. Zwischen 1614 und 1417 war Ramm Stadtverwalter, 1618 Gerichtsvollzieher und dann bis 1619 Gerichtsvollzieher in der Stadt. Ramm führte als Oberbürgermeister die Abwehr während der Schwedenbelagerung und der Verhandlungen mit Kaiser Adolf über die Herrschaft über die Stadt 1621.
Wegen seiner Verdienste um die schwedische Kaiserkrone erhielt Ramm 1622 die Besitztümer von Pádiz und Walter und wurde 1624 in den Besitz des Adels erhoben. Von seinem Schwiegervater in der Sünder Straße in Russland geerbt, war er ab 1630 Vize-Präsident des Hofes in Dordat. Thomas von Ramm wurde am 27. Jun 1632 in Reval bestattet.
Im Jahre 1606, zusammen mit seinem Stiefvater, dem Oberbürgermeister Nie. Im Jahre 1612 kehrten er und sein Schwägerbruder, Herr Dr. med. Rathsherrn Röntgenthorst, aufgrund der Anklage des älteren Bürgermeisters Dr. med. Eberhard Ötting, mit ihnen zurück und wurden am 17. März desselben Jahres auf königliche Anordnung wieder in sein Büro einberufen.
Im Jahre 1616 als Abgeordneter der Gemeinde mit dem Stadtrat J. U. und dem Seeretar Nikolaus B. im Warschauer Reichstag. Mit dem Syndikus Joh. Ulrich am Landtag nach Mitteleuropa, "l62o nach Vilnius zum König geschickt. In der Schwedenbelagerung von 1621 beteiligte er sich an der Führung der Stadtverteidigung und dann an den Verhandlungen, die im Schwedenlager mit König Gustáv Adam über die Unterjochung geführt wurden.
Er wurde am 9. Oktober 1621 Oberbürgermeister und am 16. Februar 1630, als der Livländische Gerichtshof gegründet wurde, ernannte ihn der König von Schwedens zum ersten Vizepräsidenten, danach trat er am 16. Mai desselben Jahres aus.