Wiener Regulator Uhren

Controller (clock)

Bodenuhr, Wanduhr, Regler, Wiener Uhr, Pendeluhr, J. Salfer Wien. Alte Uhren, Wanduhren, Miniatur-Dachuhren, Wiener Regler. Regulator-Gehäuse mit Halbbogen und Säulen, zweiteiliges weißes Emailzifferblatt mit schwarzen römischen Ziffern. Alte Uhren, Wanduhren, Regler, Wiener Regler, Freischwinger, Lenzkirch, Carl Werner, Gustav Becker, Friedrich Mauthe, Jacob Kienzle, Junghans, Arrow Cross und viele mehr.

Auch in Frankreich und Österreich (Wiener Gewichtsregler) wurden sie produziert.

Controller (clock)

Bis Ende der 60er Jahre wurden Präzisionsregler mit Kompensationspendel als Zeitstandards für die Wissenschaft und für die amtliche Zeitmessung verwendet und wurden als Regler bezeichnet. Bei sehr guten Reglern beträgt die Abweichung weniger als eine Minute pro Jahr. Der Regler im Wissenschaftsbereich verwendet für eine genauere Ablesung der Uhrzeit auf unterschiedlichen Zifferblattachsen angeordnete Zeiger:

Er ist der einzige große auf der Mittelachse, der die Minuteriezeiger beherrscht, während sich der Stundenzeiger und der zweite in der Regel in kleinen Bereichen des Zifferblatts nach oben und unten hin verlagern. Im Prinzip leitet sich der Ausdruck "Regler" aus dem Wort regulierend ab, im eigentlichen Sinne war es eine Uhr, nach der der Meisteruhrmacher seine anderen Uhren justierte.

Auch der eigentliche "Regulator" hat ein ganz besonderes "Regulatorzifferblatt", bei dem der Minuteriezeiger das große Ziffernblatt dominiert, während der Stundenzeiger und der zweite Zeiger auf ihren eigenen kleinen Hilfsziffernblättern zirkulieren. Unglücklicherweise wird der Ausdruck heute fälschlicherweise für viele "normale" Wand-Uhren mit einfachem Design benutzt. Die Bezeichnung Regler wird auch für gewisse Wand-Uhren mit pendelndem Gehäuse benutzt.

Das Kriterium, das eine Standuhr als Regler definiert, sind nicht so sehr die Leistung und Ausstattung dieser Standuhr, sondern eher die Gehäuseform und die Anordnung der Uhrenteile in diesem Fall. Grundsätzlich kann man eine Standuhr als Regler bezeichnen, bei dem das Werk mit Ziffernblatt zusammen mit Laufwerk, Pedal und Anker in einem überwiegend rechtwinkligen, aufrecht stehenden Uhrgehäuse hinter einer Türe mit Glaseinlage oder Sets unterzubringen ist.

Die Uhren wurden in großen Stückzahlen von vielen Unternehmen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte des 19. bis zur ersten Jahreshälfte des 20. und vor allem in der Bundesrepublik hergestellt. Auch sie wurden in Südfrankreich und Wien hergestellt. Das Design des Gehäuses hat sich je nach Fertigungszeit dem Stil angepaßt.

Neben den entsprechenden Stilen werden nach wie vor Regler hergestellt, deren Design sich an den Prinzipien der Objektivität und des zeitgenössischen Zwecks orientiert, aber es gibt auch Nachbildungen von historischen Modellen.

Das Uhrwerk, wie der Motor, die Gangart und das Uhrwerk sind in der Regel nicht auf hohe Genauigkeit hin ausgelegt, aber für den häuslichen Gebrauch war die Genauigkeit damals (d.h. Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts) hinreichend und war höher als die vieler alter Uhren. Der Großteil der Regler hat einen Federtrieb, eine Hebelhemmung und ein verhältnismäßig kleines Pedal.

Oft wurde das Schwingpendel als Ausgleichspendel aus mehreren Stangen verschiedener Materialien hergestellt, wobei die Längenänderung bei Temperaturänderungen reduziert werden sollte. Oftmals steht auf der Pendelscheibe des Reglers die Bezeichnung "A" und "R" für Vorschub und Verzögerung (=Beschleunigung und Verzögerung) als Anweisung zur exakten Einstellung durch entsprechende Bewegung der Pendelscheibe, oft ist auch eine Skalierung auf der Gehäuserückseite angebracht, auf der die Pendelausschläge abgelesen werden können.

Später wurden auch hölzerne Pendelstangen verwendet, die durch die Aufnahme oder Freisetzung von Feuchtigkeit mit einer Spezialfarbe nicht mehr "funktionieren" sollten. In den meisten FÃ?llen ist der Regler mit einem Schlagmechanismus ausgestattet. Von Ende des 19. bis in die 30er Jahre waren Regler in der " Gute Stuben " populäre Möbelstücke, die oft entsprechend den Möbelstücken ausgesucht und in großen Stückzahlen wiederverkauft wurden.

Spezialarmbanduhren, sogenannte Atemregler, haben das oben genannte klassische Regulatorzifferblatt mit getrennten Zeitmessern. Darüber hinaus gibt es auch den Ausdruck Regulator für Regelgeräte, die den reibungslosen Betrieb des Schlagwerks oder von Musikdosen sicherstellt.

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