Gleitsichtgläser

Das Prinzip und der Aufbau von Gleitsichtgläsern

Aber nicht alle Gleitsichtgläser sind gleich. Die Gleitsichtgläser sollten perfekt auf Ihre Bedürfnisse, Ihren Lebensstil und Ihr Budget abgestimmt sein. Die Gleitsichtgläser decken unterschiedliche Stärken im Nah-, Mittel- und Fernbereich ab, d.h. nahtlos.

Auch optisch bieten Gleitsichtgläser Vorteile: Gleitsichtgläser sind seit jeher etwas ganz Besonderes.

Funktionsprinzip und Struktur von Gleitsichtglasscheiben

Die Gleitsichtgläser sind eine verhältnismäßig neue Errungenschaft in der Brillenoptik. Die damit verbundene Lehre wurde zwar bereits zu Beginn des letzten Jahrhundert erarbeitet, die erste " Warilux " aus dem Hause der Firma wurde aber erst 1959 industriell hergestellt seitdem werden Gleitsichtgläser mit zunehmender Neigung sowohl von Optikern als auch von Verbrauchern vertrieben.

Gerade wenn zum ersten Mal über Nah- und Mehrstärkengläser diskutiert wird, gibt es heute viel zu sagen. Der " Gleit "-Effekt dieser Brillengläser basiert auf einer Oberflächenform, bei der die Oberflächenkrümmung nicht in allen Bereichen wie bei einer sphärischen Oberfläche (= Kugel) gleich ist. Von der bifokalen Linse (wobei OF und EIN übereinstimmen, weil die Krümmungsschwerpunkte auf einer Linie liegen) über eine Dreistärkenlinse (Abb. 15. 1) entfaltet sich eine "n-fokale" (Abb. 15. 2) zu einer Gleitsichtlinse mit einer unendlichen Anzahl von sehr kleinen Schritten.

Eine Gleitsichtglasscheibe - abgenommen wie eine Dreistärkenlinse - kann in drei Teile aufgeteilt werden, je nach ihrer Verwendbarkeit für das Sehen: Im abgelegenen Teil, Zwischenstück ( "Progressionszone") und naher Teil. Der entfernte Teil und der nahe Teil werden als "stabilisiert" bezeichnet, wenn der entsprechende Effekt in ihren Gebieten weitestgehend gleichbleibend ist. Hier ein Verweis auf die Bezeichnung der Gleitsichtgläser: Sie entspricht vorwiegend denen der Bifokalgläser.

Der Verlaufskanal läuft entlang der Anschlusslinie zwischen den Referenzpunkten Abstand und Nahbereich (siehe Abb. 15. 3, 15. 8 und andere). Soweit der Gläserträger seinen Gesichtsausdruck verringert (und immer nähere Gegenstände betrachtet), hat er die entsprechende höhere Brechkraft, so dass das presbyope Augenlicht in allen Abständen zwischen Entfernung und Annäherung deutlich blicken kann.

Das würde jedoch zu einer Verringerung der Entfernung und/oder des Nahbereichs kommen (Berechnungsformel: siehe Minkwitz-Satz). Bei allen handelsüblichen Gleitsichtglasvarianten sind die werkseitig vorhandenen Stempelmarken, die bei der Übergabe an den Auftraggeber abgenommen werden, sowie so genannte Microgravuren, die dauerhaft auf dem Trägerglas aufscheinen.

Im Regelfall sind Etiketten erhältlich, z.B. für die Herstellung, Glasart, Zusatz, etc. Bild 15. 4 veranschaulicht die geometrische Form und Position eines herkömmlichen Gleitsichtgläser. Die Grundkonstruktion der Stempelmarkierung oder die Gravur unterscheiden sich von Werk zu Werk nur geringfügig, so dass daher wohl keine Probleme bei der Ausrichtung zu befürchten sind.

Der in Abb. 15. 3 gezeigte Gläsertyp hat zwei Microgravuren auf der Glaswaage ("Einschubachse"), je 17 mm zur linken und rechten Seite der Glasmitte. ein Sprungprisma im entfernten Teil (aufgrund des vorliegenden Dickenreduzierungsprismas, s. dort). Zu diesem Zweck ist es notwendig, das vom jeweiligen Produzenten verwendete Vorgehen zur Bestimmung des Near-Addition zu verwenden (siehe dort).

Ein (!) prismatischer Effekt im entfernten Teil kann in der "Prismenmessstelle", die oft der Geometriemittelpunkt ist, bei den meisten Glasvarianten geprüft werden. Die Gleitsichtgläser haben keine anderen charakteristischen Kennzeichen als die oben genannten. Viele Gleitsichtgläser (auch moderne, handelsübliche) haben ähnliche, aber nicht genau die gleichen optische Qualitäten.

Bei Gleitsichtgläsern sollte sich der Dioptrieneffekt nur so gering verändern, dass der Träger davon "nichts merkt". Bei Gleitsichtgläsern mit interferenzfreien Remoteteilen verändert sich der Dioptrieneffekt im Gebiet oberhalb des entfernten Referenzpunktes nur als Folge der unvermeidbaren Abbildungsfehler neben der Optikaufnahme.

Die Fernbedienung hat in diesem Falle die gleichen Vorteile wie ein vergleichbares Einstärkenglas. Bei manchen Herstellern wird jedoch bereits die Kugelwirkung im Gebiet der BS erhöht, mit dem Bestreben, den Übergangsbereich zwischen dem distalen und dem nahen Teil etwas zu reduzieren, und zwar sowohl in nasaler als auch in zeitlicher Hinsicht (oft als "modulierte Brechkraft" bezeichnet). Zusätzlich sind auch sehr " weiche " Linsen erhältlich, wobei eine gewisse Wirkungssteigerung bereits in der Mitte der Gegenseite zu erkennen ist.

Für die (lineare) Wirkungssteigerung im Verbundglas gilt Bild 15.5 Die Kennzeichnung "nahes Teil" sollte hier für den Raum um den nahen Bezugspunkt BS zutreffen. Die auf dem Markt befindlichen modernen "weichen" Gleitsichtgläser haben keinen Nahtteil mit konstantem Dioptrieneffekt und können daher keine Nahtteilbreite haben. Nur in einem einzigen Gebiet verändert sich die Auswirkung sehr wenig.

Wenn die Fläche mit einer kleinen Veränderung in der Wirkung weit gefasst wird, ist die unvermeidliche Folge der Effektverlust auf der linken und rechten Seite davon muss zügig sein. Wird dagegen der Wirkungsbereich verkleinert, kann der laterale Fall der Zugabe weicher gemacht werden. Vor allem bei Gleitsichtglas mit "engem" Naheinstellbereich ist eine richtige Ausrichtung besonders entscheidend.

Beim Gleitsichtgläser mit "breiten" oder "breiteren" Nahaufnahmen kann dagegen die Fernzentrierung eine größere Rolle spielen. Bild 15 veranschaulicht die Astigmatismusverteilung in einem Gleitsichtgläser. 5. Die Zugabe steigt im Laufe dieser Etappe stetig an. Dieses Gebiet wird als Fortschrittskanal oder Fortschrittszone bezeichnet. Bild 15 stellt einen Bezug zwischen der Flurbreite und der Zugabe (bei gleichbleibender Länge) dar. 8.

Dadurch wird deutlich, dass die horizontale Zentrierung von Gleitsichtglas möglichst präzise erfolgen muss. Ursprünglich war das Konzept der Gleitsichtgläser darauf ausgerichtet, einen Nahbesprechungseffekt zu erzeugen, der auf der Auswirkung des entfernten Teils durch zunehmend "verengende" Kugelflächen beruht. Durch die so erreichte sogenannte "stabilisierte Brechkraft" bleibt die Auswirkung sowohl im fernen als auch im nahen Bereich eines so konstruierten Gläsers weitestgehend konstant.

Dies wird bei heutigen Gleitsichtgläsern durch die Verwendung asphärischer Oberflächen erzielt, d.h. Oberflächen, die auf elliptischen, parabolischen, hyperbolischen Linsen oder komplexeren Krümmungen basieren. Der erzielte Erfolg wird als "modulierte Brechkraft" bezeichnet, da der Einfluss in der Ferne zum Ende hin leicht zunimmt und im Nahbereich leicht abnimmt. Wesentliche Ursachen für eine solche Struktur sind z.B., dass im Bereich des distalen Teils, des Progressionsbereichs und des nahen Teils, der für das Fovealsehen wichtig ist, der Oberflächenastigmatismus und die Verzerrung reduziert werden.

Solche progressiven Oberflächen lassen sich nur mit Mainframes produktionstechnisch und rechnerisch beherrschen. Es gibt immer Differenzen zwischen den Floating-View-Objektiven unterschiedlicher Marken oder den Frontflächen dieser Linsen. Weder der Produzent noch der Optiker oder der Gleitsichtgläserträger (vor dem Ausprobieren) können eine sachliche Bewertung vornehmen. Umfassende Trägerversuche haben in der Vergangenheit ergeben, dass beim "Wechsel" von einem Gleitsichtgerät eines Produzenten zu einem anderen Anbieter gelegentlich Sehstörungen auftraten.

Früher war es oft noch umstritten, ob eine symmetrische oder asymmetrische progressive Sichtfläche besser ist. Heute kann man feststellen, dass alle großen Anbieter mittlerweile asymmetrische Objektive als Standardausführung haben. Hier wird bei der Produktion oder Verarbeitung der Gleitsichtglasoberfläche nicht zwischen rechter und linker Linse differenziert.

Für den Einbau in die Hülse muss ein solches Fenster "geschwenkt" werden (in der Regel um ca. 8 bis 9 Grad), so dass "das Nahtteil" in der Nase liegt. Durch das Schwenken sind jedoch die Leitungen mit der gleichen prismatischen Einwirkung geneigt, was zu Problemen beim Durchschauen der seitl.

Hier ist es möglich, eine horizontale Symmetrie zu erzielen. Da das Schwenken nicht notwendig ist, verbleiben die Leitungen mit der gleichen prismatischen Einwirkung ("fast") horizontal. Ältere Gleitsichtgläser waren oft "hart" im Design. Das bedeutet, dass es im fernen und nahen Teil Kugeln gab und der Übergangsbereich zwischen den beiden Teile verhältnismäßig kurz war.

Dies hatte einerseits den Vorzug, dass große, standfeste Fern- und Nahbereiche vorrätig waren. Auf der anderen Seite führt ein kurzes Überblenden unweigerlich zu einem engen Verlaufskanal (der für das Beobachten auf mittlerer Distanz oft ungeeignet war). Auch die fernen und nahen Teile waren weitestgehend von Astigmatismus und Verzerrung der Oberfläche befreit, da es dort Kugeln gab.

Diese Defekte im mittleren Bereich sowie lateral des Nahbereiches waren jedoch so hoch, dass einige dieser Glasteile nicht einmal für das Umfangssehen in Frage kamen und bei der Kopfbewegung schwankende Aufnahmen auftraten. Im linken Teil der Abb. 15. 11 sind die großen Astigmatismusmengen eines solchen "harten" Gläsers dargestellt. Dank der so genannten modulierten Refraktionskraft können moderne Gleitsichtgläser viel "weicher" gestaltet werden.

Einige der unterschiedlichen Produzenten gehen unterschiedliche Pfade. Die Astigmatisierung der Oberfläche sollte so gering wie möglich neben dem Verlaufskanal sein und in die Randbereiche des distalen und nahen Teils ausweichen. Der abgelegene Teil ist unweigerlich nicht standfest; er ist kleiner als bei einem "harten" Becher. Der Effekt verstärkt sich zum Rande hin. Auch das Nahtteil ist nicht mehr standfest, es ist so groß wie möglich ausgelegt.

Der Effekt lässt zum Rande hin nach. Bild 15. 11 stellt einen Qualitätsvergleich anhand der für uns charakteristischen "Rasterbilder" oder eine übersichtliche Repräsentation der Bildfehlerverteilung über die Glasflächen dar. Auf der linken Seite ist ein "hartes" Objektiv zu sehen (oft eine der ersten Generationen wie die "Varilux 1" von Essilor), auf der rechten Seite ein "weiches" Progressivglas.

Bild 15. 12 stellt ein Beispiel mit typisch astigmatischen Bergen und Abmessungen auf dem Fenster dar. Während der Lichtbrechung wird durch die Verbindung der Linsen in der Messgläser oder im Phosphoropter ein gewisser Strahlenweg geschaffen, der zu einer optimalen Korrektur von Augenfehlern führt, wobei die Linsen in der fertiggestellten Glasscheibe den selben Effekt mit dem selben Strahlenweg erzielen sollen.

Der praktische Wert von Brillengläsern ist definiert als ihre dioptische Beeinflussung des optischen Weges in der Brillenträgerpraxis. Der gemessene Wert des Objektivs ist der Dioptrieneffekt am Referenzpunkt des Objektivs, der durch Messungen mit einem Apexbrechungsindex-Messgerät (SBMG) bestimmt wird. Bei Abweichungen zwischen Mess- und Servicewert unter Beachtung der Toleranzangaben sollte der Glashersteller neben dem Servicewert entweder den Mess- oder den Berichtigungswert anführen.

Für die verschiedenen Glasdesigns der jeweiligen Produzenten gibt es Tische. Weil es keine einheitlichen Methoden der weichen Messung gibt, muss der Produzent die Methode zur Bestimmung der Zugabe nennen. Anmerkung: Viele der Begriffsbestimmungen und Benennungen haben die selbe oder mindestens eine ähnliche Aussagekraft für Bifokal- und Gleitsichtglastypen.

ist eine Linse mit nicht rotationssymmetrischer Oberfläche mit stetiger Veränderung der Fokussierwirkung über einen Teil oder die gesamte Linsenfläche. ist der Teil einer multifokalen oder progressiven Linse, der den dioptrischen Effekt für die Fernsicht hat. ist der Teil einer multifokalen oder progressiven Linse, der den dioptrischen Effekt für das Nahsehen hat.

sind Gleitsichtgläser, die eine scharfe Sicht auf Distanzen zwischen Entfernung und Entfernung ermöglichen. ist der Name der Gleitsichtglasseite, auf der sich die Wirkungssteigerung befindet. ist die Wölbung der zusätzlichen Linsenseite oder der Verlaufsseite im entfernten Teil, angegeben als Flächenbrechungsindex. ist die Nasenverschiebung des zusätzlichen Teils relativ zum entfernten Referenzpunkt, meist ohne Bezugnahme auf die Auswirkung auf die Optikmitte.

ist ein vertikales Grundprisma, das dazu beiträgt, die Stärke einer progressiven oder multifokalen Linse vom Type E zu reduzieren. Hinweis 2: Bei der Linsenbestellung aus einem Linsenpaar muss das Dickenreduzierungsprisma zur Vermeidung von senkrechten Prismenunterschieden angezeigt werden. ist eine Stelle auf der Vorderseite eines Gleit- oder Halbfertigglases, an der die prismatische Wirkung des fertiggestellten Objektivs eruiert wird.

beschreibt den dioptrischen Effekt an einem gewissen Ort eines Glases, wenn nach einer festgelegten Methode gemessen wird. beschreibt den dioptrischen Effekt eines in Gebrauch sposition befindlichen Objektivs für einen gegebenen Objektabstand und eine bestimmte Position.

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